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Infografik: Wie stehen Schweizer KMU zum Thema Online-Handel? Wir haben nachgefragt!

17. März 2020 8:02

Der Bundesrat hat am 16.03.2020 in einer ausserordentlichen Sitzung den Lockdown bekanntgegeben. Geschäfte und Lokale müssen schliessen, nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Immer mehr Konsumenten greifen zum Laptop oder Smartphone und werden auf den Online-Handel aufmerksam. Doch wie stehen Schweizer KMU zum Thema Online-Handel? Wir haben anfangs Jahr Schweizer Ladenbesitzer direkt zu ihrer Meinung befragt!

Über 300 Schweizer Ladenbesitzer haben an unserer Befragung im Januar 2020 teilgenommen. Die untenstehende Infografik zeigt unsere Haupterkenntnisse auf. Was Ladenbesitzer nun machen können, finden Sie in der Analyse darunter.

Senden Sie mir die Infografik als PDF zu:

Wie schätzen nun Ladenbesitzer Online-Handel ein?

In unserem früheren Blog zum Lädelisterben haben wir aufgezeigt, dass ein Teil des Schweizer Konsums immer mehr auf online Kanäle abwandert, wie z.B. Zalando. Nebst Euro-Schwankungen und Einkaufstourismus sicherlich ein massgebender Punkt für die Marktturbulenzen und das Lädelisterben.

Jedoch zeigt sich auch, dass Online-Handel den KMU in der Schweiz eine Chance bietet. Kundenbedürfnissen entgegenkommen, mehr Kunden erreichen und neue Absatzkanäle schaffen, sind nur einige davon.

17% der Schweizer Ladenbesitzer wollen online verkaufen – wieso?

Rund um die Uhr verkaufen

24/7 Produkte anbieten ist nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Kunden attraktiv. Als Unternehmer verlieren Sie weniger Kunden und damit Umsatz. Kunden schätzen Einfachheit. Wenn sie sich nicht an die Ladenöffnungszeiten halten müssen, kann das Kunden sehr glücklich machen.

Oft ist das Problem, dass Unternehmen nicht wissen, wie sie einen Online Shop erstellen können. MyCOMMERCE hat das sehr einfach gestaltet. Einerseits ist unser Produktkatalog auf jeder Website (MyWEBSITE, Wix, WordPress etc.) einsetzbar und andererseits erhalten Sie mit unserer Starterseite eine fertige Online Shop Website, brauchen keine eigene Website und können direkt anfangen zu verkaufen.

Kunden lassen sich von Social Media beeinflussen

Bewusst oder unbewusst, viele Käufe werden heutzutage davon beeinflusst, was wir auf sozialen Medien sehen. Das haben auch Ladenbesitzer schon lange entdeckt. Produkte gezielt auf diesen Kanälen zu platzieren, muss jedoch gut geplant sein. Oft hapert es bei der Umsetzung. Auch hier hat MyCOMMERCE einfache Social Commerce-Integrationen mit Facebook und Instagram, die Unternehmer unterstützen.

Kunden informieren sich vermehrt online über Produkte

«Research Online Purchase Offline» oder kurz Ropo – wird das seit längerem beobachtete Verhalten bezeichnet. Kunden informieren sich vorgängig über online Kanäle intensiv über Produkte. Preise vergleichen, Produktdetails analysieren etc. Darum ist es wichtig in diesem Verkaufsschritt präsent zu sein mit einem Online Shop. Wie man sich optimal positioniert, haben wir in einem kurzen Marketing Guide für Anfänger zusammengefasst.

59% der Schweizer Ladenbesitzer wollen online nicht verkaufen – wieso?

„Meine Kunden shoppen nicht online“

Viele Ladenbesitzer glauben, dass Ihre Kunden online überhaupt nicht shoppen wollen. Keine Frage – Stammkunden pflegen, Kunden vor Ort beraten und glücklich machen ist das A und O für jeden Unternehmer. Durch online Kanäle gehen viele Aspekte davon verloren, oder werden unpersönlich. Aber unterschätzen hier Landenbesitzer ihre Kundschaft? Gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) gehören die Schweizer Konsumenten beim Online Shopping gleich nach dem Vereinigten Königreich zur europäischen Spitze. Und folgende Faktoren darf man nicht vergessen!

1. Ropo (Research Online Purchase Offline)
Sie haben die Chance, Kunden vom Internet in Ihren Laden zu locken! Nutzen Sie die Chance.

2. Neukunden
Im Internet haben Sie die Chance neue Kunden zu gewinnen, die Ihr Unternehmen noch nicht kennen. Stammkunden und Laufkundschaft sind geographisch sehr limitiert. Durch Online-Handel haben Sie mehr Reichweite.

Viele Produkte und Services kann man online nicht verkaufen

Es gibt viele Ladenbesitzer, die Online-Handel nicht in Betracht ziehen, da ihre Kernprodukte online schwierig zu verkaufen sind; oder zu gross, zu teuer etc. Wenn das der Fall ist, müssen Sie Möglichkeiten um Ihre Produkte herum suchen:

  1. Komplementärprodukte
    Sie verlegen z.B. Parkettböden? Niemand wird sowas online kaufen. Wie sieht es aber mit Pflegeöl und Reinigungsmittel für eben diese Böden aus? Kleinere Produkte, die sich gut neben Ihren Hauptprodukten machen, lassen sich gut online verkaufen. Zusätzlich sparen sie sich Zeit, da Kunden Ihnen nicht mehr anrufen müssen, sondern direkt auf den Online Shop gehen können.

  2. Kunden in den Laden locken
    Sie sind z.B. Bildhauer und erstellen grosse, schwere Produkte? Der Versand solcher Produkte ist schwierig und oftmals teuer. Oftmals wollen Kunden auch solche Produkte zuerst begutachten. Auch mit Online Shops ist das möglich. Bieten Sie z.B. «nur auf Abholung» an, damit der Versand einfacher ist. So können Sie die potenziellen Kunden auch in den Laden «locken» und vor Ort beraten wie Sie es normalerweise tun.

Fazit

Das Schweizer Lädelisterben und auch Online-Handel sind Themen, die bei den KMU angekommen sind. Unsere Befragung zeigt jedoch, dass grosse Unsicherheiten und Ängste vorhanden sind; aber auch der positive Nutzen und die neuen Möglichkeiten sind bekannt. Stand heute sehen Ladenbesitzer die Wichtigkeit von eCommerce, ein Grossteil versperrt sich aber vor dem Gedanken proaktiv darauf zu reagieren. Unterschätzen Schweizer Ladenbesitzer den Online-Handel? Oder fehlt es am Willen für Veränderung?




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